Wochenveganerin? Von wegen!

Diejenigen unter euch die meinen Blog schon etwas länger verfolgen wissen, dass ich Anfang Mai die vegane bzw. Rohkost-Ernährung für mich entdeckt habe. Ich war so glücklich zwischen meinen Beeren und der Avocado! Letztere hat mich sogar für den Namen dieses Blogs inspiriert. Wenn ich darüber nachdenke ist meine Ernährungsumstellung genau mit dem Beginn dieses Blogs zusammen gefallen! Auch wenn ich die neue Ernährung auf die Woche eingeschränkt hatte, hat mir dieses Leben als Wochenveganerin so gut getan!

Und nun sitze ich hier mit meinem Wurstbrot vor dem Computer und muss mir eingestehen: Ich stecke in der Krise. 

Ich erinnere mich dass sich die erste Mini-Krise vor wenigen Wochen angedeutet hatte, als ich plötzlich Bauchschmerzen hatte. Ich hatte mich nicht mehr wohlgefühlt mit dem was ich aß. Nach einiger Zeit hatte ich bemerkt, dass ich viel zu wenig Grün gegessen hatte. Ich hatte mich zu sehr auf Obst, Beeren, Körner, und Avocados gestürzt. Also nur süß und fett, und das Salatgrün mehr und mehr weg gelassen. Als ich das bemerkt hatte und mir mein Spinat, Feldsalat und Co. zurückgeholt habe, fühlte ich mich wieder deutlich besser – die Krise war überwunden.

Doch langsam begann ich mich zu langweilen. Meine Spinat-Himbeer-Banane-Avocado Welt wurde eintönig und mir fiel nicht mehr ein worauf ich Appetit habe.

Vorletztes Wochenende waren wir in Kopenhagen und als wir Samstagnachmittag Hunger bekamen hatte ich mich riesig gefreut, dass wir ein veganes Restaurant / Bistro gefunden hatten: 42Raw. Direkt neben einem Laden mit Wraps. So konnte jeder bekommen was er wollte. Juchhu! Ich hatte mir von dieser schönen Karte ein Avocado & Pesto Sandwich ausgesucht. Was denn sonst?

Es kam für mich ein nett aussehendes Vollkornsandwich mit Avocado, Pesto, und Grünzeug drumherum, dazu eine frische Ingwer-Limonade. Heaven! – Und das hätte ich besser gelassen. Wie ihr wisst besteht Pesto vor allem aus Öl, und eine Avocado ist da auch nicht viel besser. Leider hatte ich es beim essen gar nicht bemerkt, aber das Sandwich war einfach um Längen zu fettig! Es war gar nicht ausgewogen, das Pesto war großzügig verteilt – gefühlt ein halbes kleines Glas – und riesige Stücke Avocado. Es war viel zu fettig, viel zu wenig grün.

Irgendwann hatte ich es in meinem euphorischen Hungerwahn, beeindruckt von dem tollen Laden und voller Vorfreude, doch noch bemerkt und zum Glück nicht alles aufgegessen. Doch da war es schon zu spät. Danach ging es mir gar nicht gut. Mir war unglaublich schlecht, bis zum Abend. Ich wollte nur nach Hause, mich hinlegen und warten dass es aufhört.

Dieses Erlebnis hat mir doch tatsächlich die Avocado vermiest! Hier hört der Spaß auf. Die Avocado war mein Highlight des Tages! Ich liebe sie. Doch jetzt muss ich sie nur da liegen sehen und ich erinnere mich daran wie es mir in Kopenhagen ging. So eine bescheuerte Idee aber auch das so fettig zu machen.

Und nun? Ich esse morgens noch eine Banane mit Müsli, das mache ich aber wirklich schon ewig so. In dieser Woche hatte ich mir einen Nudelrausch gegönnt und in den letzten 2 Wochen vieeel Brot gegessen. Die Tomaten und die Gurke liegen in meiner Küche herum, schreien „Haaaaalloooo!!!“ wenn ich vorbei komme, aber ich greife munter zur Salami aus unglücklichen Schweinen. Das nervt.

Irgendwie hat das mich nun völlig aus der Bahn geworfen. Ich hoffe, dass ich wieder den Weg zurück finde. Ich glaube ich werde einfach alles nicht-Rohfutter aus der Küche verbannen und nur noch Grünzeug kaufen. Ich werde es meinem Mann gleich schonend beibringen.

Schatz, ich habe eine Überraschung!

Ach, ich habe einfach keine richtigen Ideen mehr was ich essen soll. Wahrscheinlich bin ich in die zu-wenig-Variation-Falle getappt? Wer ein paar Tipps für mich hat, immer her damit!

Ich werde jedenfalls berichten wie es weitergeht. Jetzt erstmal mein halbes Wurstbrot aufessen… Schön, dass zumindest ein ausgetrunkener Alibi-Smoothy daneben steht…  :-/

Am Ende muss ich meinen Blog in minisalami umbenennen.

Habt einen guten Start ins Wochenende!

Eure Lina

17 Gedanken zu “Wochenveganerin? Von wegen!

  1. glueckimbauch. schreibt:

    Liebe Lina,
    als ich Deinen Beitrag gerade gelesen habe, kam mir dieser Artikel in den Sinn, den ich vor ein paar Tagen gelesen habe und sehr interessant fand:
    http://m.rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/interview-mit-ex-veganerin-warum-sie-nach-7-jahren-wieder-fleisch-isst-aid-1.5219585
    (Wenn Du das m. am Anfang weg machst, sieht es sogar im Browser hübsch aus…)
    Du hast sehr recht, die Abwechslung ist sehr wichtig und dass man auf seinen Körper hört. Und dann je nach Gefühl auch etwas zu ändern. Wenn Du gerade das Gefühl hast, Salami essen zu wollen, dann tu es doch. Und wenn nicht mehr, dann eben wieder vegan/vegetarisch. Der Körper hat eine ziemlich beeindruckende somatische Intelligenz.
    Liebe Grüße und alles Gute!
    glueckimbauch.

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  2. Fettnapftante schreibt:

    Wo wir schon wieder bei halb voll und halb leer werden.. zieht sich wie ein roter Faden.. hihi.. dein Körper sendet dir Signale, ich denke der weiß schon was du gerade brauchst und wa snicht.. Stress dich nicht genieß es ..

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  3. Also ich könnte ja keine Veganerin sein, weder unter der Woche noch für immer. Ich kann leider mit dem ganzen ‚Ersatz‘ nichts anfangen, mag nicht alle Obst- und Gemüsesorten und mit Nüssen und Samen kann ich auch nichts anfangen. Aber ich glaube, man kann sich auch mit Fleisch sehr gesund ernähren und muss nicht komplett darauf verzichten ☺️!!!

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    • Das verstehe ich gut. Ich glaube auch dass jedem etwas anderes gut tut, denn jeder Körper ist anders. Aber mir hatte es wirklich sehr gut getan. Es hat prima funktioniert und ich hatte es auch gar nicht als Einschränkung wahrgenommen, eher als Gewinn – und hatte mich gefragt, warum ich das nicht schon immer so gemacht habe. Ich fühlte mich wohler als jetzt und hoffe einfach dass ich wieder etwas dorthin zurück kommen kann. – Auf jeden Fall bin ich niemals dogmatisch und gönne mir auch gerne was ich möchte! 🙂

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  4. Hallo!! Och, och … Nur nicht aufgeben! Und vielleicht Schritt für Schritt!? Ich bin kein sooo großer Fan von ‚Ersatzprodukten‘ aber von Wheaty gibts tollen Aufschnitt! Auch Cheaten darf man mal! Wenn Du Lust hast, schau doch mal auf meinen Blog, da findest Du Rezepte für Lasagne, Döner, Pizza … Aber natürlich auch SEHR viele Gesunde Rezepte. ‚Grün‘ kann man immer gute ‚dazu‘ oder ‚vorweg‘ essen und dann stellt sich irgendwann DEINE persönliche richtige Ernährung wie von alleine ein! Nur nicht aufgeben 😊👍

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    • Vielen lieben Dank! Ich habe mir gleich deinen Blog gemerkt, der mir schöne Anregungen gibt. Ich mochte ja immer gerne die „puren“ Produkte – Salat, Obst, Körner, etc. Aber auf die Dauer reicht das wohl nicht… ich freue mich schon das ein oder andere auszuprobieren. Ich lass dich/euch wissen was passiert. Liebe Grüße! Lina

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  5. Hey Lina, erst einmal echt schade zu lesen dass dir deine liebste Avocado in Kopenhagen vermasselt wurde, aber teilweise musste ich richtig lachen („Und nun sitze ich hier mit meinem Wurstbrot vor dem Computer…“ & „minisalami“)! Ich werde jetzt mal keine Ernährungstipps geben, und – verzeih mir – neben Meerrettich und Sauerkraut ist Avocado unter den TOP 3 der Lebensmittel, die ich geschmacklich abstoßend finde, aber ich drücke dir die Daumen dass du bald wieder deinen kulinarischen Weg findest der dir vor allem auch Spaß macht 🙂
    LG Jim

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    • Hey Jim. Vielen lieben Dank fürs Mut machen! Gestern habe ich es erstmal auf die Spitze getrieben, mit Nacho-Chips zum Abendessen und “Pasta Basta Erdbeere” zum Nachtisch! Wenn du Pasta Basta noch nicht kennst, lerne es auf keinen Fall kennen! Macht sehr viel Spaß, aber nur bis zum nächsten Zahnarztbesuch. – Aber ich gebe nicht auf…! Freue mich auf deinen nächsten Beitrag (schon mit zwei Armen geschrieben?). LG, Lina

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      • Meinst du die „kandierten Fruchtgummistreifen“ (Wikipedia) ??? Ich liebe die Dinger! Und es ist einfach so hart trotz dem Zuckerschock sie links liegen zu lassen…
        Der nächste Beitrag ist so gut wie fertig, nur noch ein zwei Bilder rein und ja, meine linker Arm ist wieder schreibfreudig am Start! 🙂

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